Special Issue »Comparative A.I. Law: Regulating the Future« erschienen

Emanuel V. Towfigh, Special Issue »Comparative A.I. Law: Regulating the Future« (mit Gilad Abiri und Xin Dai), German Law Journal (GLJ), Vol. 26 (7), 2025.

Das German Law Journal (GLJ) hat mit seinem aktuellen Special Issue zum Thema „Comparative AI Law“ eine umfassende rechtsvergleichende Analyse zur Governance künstlicher Intelligenz vorgelegt. Auf 334 Seiten versammelt der von Emanuel V. Towfigh, Gilad Abiri (PKU STL) und Xin Dai (PKU Law School) herausgegebene Band 15 Beiträge internationaler Provenienz, die im Open Access über Cambridge University Press zugänglich sind.

Die Publikation bricht mit dem Narrativ eines kompetitiven „KI-Wettlaufs“ und postuliert stattdessen ein Modell des transnationalen, experimentellen Lernens. Die Rechtsvergleichung fungiert dabei – wie Co-Editor-in-Chief Klaas Eller betont – nicht als akademisches Ornament, sondern als unerlässliches Instrument, um die Diffusion technologischer Innovationen durch kohärente rechtliche Kategorien zu flankieren.

Das Themenspektrum reicht von der strategischen „Werteausrichtung“ in der chinesischen KI-Regulierung über urheberrechtliche Implikationen des KI-Trainings bis hin zu haftungsrechtlichen Fragestellungen humanoider Robotik. Weitere Analysen widmen sich dem Verbraucherschutz bei autonomen KI-Agenten, dem Verbot von Social Scoring im EU AI Act sowie der Rolle des Menschen im gerichtlichen Entscheidungsprozess. Damit bietet der Band eine fundierte theoretische Basis für den globalen Diskurs über die normative Einhegung transformativer Technologien.

Neben der Mitherausgeberschaft verfasste Prof. Towfigh die Einleitung, »Comparative AI Law: An Introduction«, sowie einen eigenen Beitrag mit dem Titel: »Challenges and Implications of Generative AI for Anti-Discrimination Law and Policy«.