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Kann im Lebensrecht Religion rechtlich wirksam werden?

Titelseite Zeitschrift für Lebensrecht 2017

„Nicht darauf kommt es an, welches die wahre Religion ist,sondern wie man beisammen leben kann.“ – Michel de l’Hopital (1562)

Die Juristen-Vereinigung Lebensrecht hat für ihre Jahrestagung 2016 die vielfach diskutierte Frage aufgegriffen, inwiefern eine Übereinstimmung der wichtigsten Weltreligionen in Fragen des Lebensrechts für den religiös-weltanschaulich neutralen Staat, den das Grundgesetz konstituiert, beachtlich ist. Dazu haben Vertreter verschiedener Religionen und Kirchen eingangs ihre Sicht auf zentrale lebensrechtliche Fragestellungen dargelegt (vgl. dazu ZfL 3/2016, S. 86 ff.). Das Grundsatzreferat, das hier in einer erweiterten Fassung abgedruckt wird, ist sodann der Frage nachgegangen, inwiefern solche Perspektiven rechtliche Relevanz entfalten können.

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Weibliche Wege in die Wissenschaft: Videostatement zur Podiumsdiskussion an der Bucerius Law School vom 24. Mai 2017

Am 24. Mai 2017 veranstalteten das Gleichstellungsreferat der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg, die Bucerius Law School und der Bucerius Alumni e.V. gemeinsam eine Podiumsdiskussion zum Thema „Weibliche Wege in die Wissenschaft“. Im Fokus stand die Frage, warum der Professorinnenanteil in den Rechtswissenschaften deutlich unter dem allgemeinen Schnitt liegt, während er Anteil weiblicher Studierender kontinuierlich zunimmt.

Die Veranstaltung begann mit einer Analyse der bestehenden Hindernisse für Frauen. In einem Videostatement von Prof. Emanuel Towfigh wurde darauf hingewiesen, dass schon im ersten Staatsexamen ein Geschlechtereffekt zu erkennen sei. Prof. Dr. Emanuel Towfigh stellte seine rechtsempirischen Forschungen im Hinblick auf Geschlechtereffekte in der Benotung im ersten Examen vor: Er legte dar, dass seinen Daten zu Folge ein Geschlechtereffekt sowohl im Hinblick auf die Leistungsentwicklung in Examensvorbereitungskursen als auch bezüglich der Benotung im ersten Staatsexamen feststellbar sei, der sich in der mündlichen Prüfung nochmal verstärke. Danach schnitten Frauen, die dieselbe Abiturnote wie Männer haben, statistisch im Schnitt schlechter in den Examensprüfungen ab. Towfigh nimmt an, dass die Ursachen dieses Geschlechtereffektes multifaktoriell sind. Einer der Gründe könnte – seinen Zahlen zufolge – darin bestehen, dass Frauen sich weniger oft in kompetitive Gruppen einordneten. Würden sie dagegen bewusst in kompetitive Situationen gebracht oder etwa gleich oft im Rahmen von Vorlesungen beteiligt, erreichten sie in der Regel ähnliche Ergebnisse wie ihre männlichen Kollegen mit gleicher Schulabschlussnote.

Eine Zusammenfassung der ganzen Diskussion ist auf der Webseite der Bucerius Law School einsehbar.

Nudges Polarize!

(gemeinsam mit Christian Traxler)

In:
Choice Architecture in Democracies
Exploring the Legitimacy of Nudging

Herausgegeben von Alexandra Kemmerer, RiOVG Prof. Dr. Christoph Möllers, LL.M., Maximilian Steinbeis, Prof. Dr. Gerhard Wagner, LL.M. (University of Chicago)

2016, 387 S., Gebunden,

ISBN 978-3-8487-2288-4

(In Gemeinschaft mit Hart Publishing)

Entscheidungsarchitekturen sind allgegenwärtig. “Nudging” wird zunehmend als vielversprechendes Instrument regulativer Politiken angesehen. Die Beiträge dieses Bandes erschließen verfassungsrechtliche Herausforderungen und ethische Dilemmata eines neuen Feldes juristischer Theorie und Praxis.

Mit Beiträgen von Anne van Aaken, Alberto Alemanno, Oren Bar-Gill, Sabino Cassese, Georgios Dimitropoulos, Morag Goodwin, Hans Michael Heinig, Sabine Junginger, Jeff King, Gebhard Kirchgässner, Gertrude Lübbe-Wolff, Christopher McCrudden, Robert Neumann, Gunnar Folke Schuppert, Cass Sunstein, Emanuel V. Towfigh, Christian Traxler, Christopher Unseld, Leonie Vierck, Uwe Volkmann, Johanna Wolff, und einer Einleitung der HerausgeberInnen.

Das Werk ist Teil der Reihe Recht im Kontext, Band 6.

Choice architecture is everywhere. Nudging has become fashionable. The EU and some Member states, including Germany, explore the possibilities of informing their regulatory policies with behavioural insights. This book provides a cutting-edge overview of a rapidly evolving field, reflecting on constitutional challenges, contested case and ethical choices. The volume emerged from a conference held at Humboldt-Universität zu Berlin in January 2015, and from discussions and a symposium on Verfassungsblog.

Antrittsvorlesung an der EBS Law School

Da die Plätze im Raum „Paris“ leider begrenzt sind, bitten wir Sie bis zum 7. Juli um Rückmeldung an Susanne Daniel (susanne.daniel@ebs.edu).

Vortragsankündigung: Empirische Methoden in der Rechtswissenschaft


Münchener Gespräche
zur Wissenschaft vom Öffentlichen Recht


Vortragsankündigung
Dienstag, 18.7.2017, 18 Uhr (c.t.) in Raum A016


PROF. DR. EMANUEL V. TOWFIGH
(Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Empirische Rechtsforschung und Rechtsökonomik an der EBS Universität Wiesbaden)



Empirische Methoden in der Rechtswissenschaft

In der Reihe „Münchener Gespräche zur Wissenschaft vom Öffentlichen Recht“ werden seit dem Wintersemester 2013/14 jeweils zwei Vortragsveranstaltungen pro Semester angeboten, die allen Fakultätsmitgliedern, Studie-renden sowie sonstigen Interessierten offenstehen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland referieren in diesem Rahmen insbesondere zu Themen aus den Bereichen Wissenschaftstheorie und Methodik, aber auch zu Fragen des Verhältnisses der Wissenschaft vom Öffentlichen Recht zur Rechtspraxis, zu Nachbardisziplinen und zu seiner Stellung im Ausland.